20. März 2026
Warum sich Aussagen über Vitamine oft „schwammig“ anhören – und was wirklich dahinter steckt
Wenn du schon einmal Werbung oder Beiträge zu Nahrungsergänzungsmitteln gelesen hast, ist dir vielleicht aufgefallen, dass viele Aussagen sehr vorsichtig formuliert sind.
„Trägt bei“, „kann unterstützen“, „spielt eine Rolle“ – das klingt oft weniger eindeutig, als man es erwarten würde.
Der Grund dafür liegt in der EU-Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.
Diese schreibt vor, dass gesundheitsbezogene Aussagen nur dann verwendet werden dürfen, wenn sie:
- offiziell zugelassen sind
- und exakt im genehmigten Wortlaut wiedergegeben werden
Das bedeutet konkret:
Viele Aussagen, die im Alltag oder aus persönlicher Erfahrung bekannt sind, dürfen so nicht kommuniziert werden.
Ein Beispiel:
Die Aussage „Magnesium hilft bei Kopfschmerzen“ ist nicht zulässig.
Erlaubt ist hingegen:
„Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.“
Das führt dazu, dass Kommunikation im Bereich Nahrungsergänzung oft indirekter wirkt, als sie eigentlich gemeint ist.
Was jedoch unstrittig bleibt:
Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Eiweiß erfüllen im Körper zahlreiche Funktionen.
Eine ausreichende Versorgung ist daher ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und unterstützt normale körperliche Abläufe.
Auch wenn vieles nicht direkt ausgesprochen werden darf, lohnt es sich, die Bedeutung einer guten Nährstoffversorgung im Alltag nicht zu unterschätzen.
